E-Paper - 11. September 2019
Rheintaler Bote
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Guter Schulbetrieb ist sichergestellt

Der Rheinecker Stadtrat nimmt Stellung zur Situation an der Oberstufe Kugelwis und betont dabei, dass der von den Eltern geforderte guter, zeitgemässer Schulbetrieb berechtigt ist.

Rheineck Missstimmungen und einzelne Unwägbarkeiten führten an der Oberstufe Kugelwis zu personellen Veränderungen. Die Kündigung des vorherigen Schulleiters nach nur dreijähriger Tätigkeit an der Oberstufe kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Aufgrund tiefer Schülerzahlen sowie aufgrund neuer kantonaler Vorgaben wie Lehrplan 21 ist ein neues Beschulungskonzept dringend notwendig. Mit der Arbeit wurde zwar begonnen, diese war jedoch beim Wechsel der Schulleitung noch nicht fertiggestellt, geschweige schon umgesetzt. Die noch ungelöste Aufgabe, gepaart mit einer neuerlich geänderten und vermehrt spürbaren Führungskultur an der Oberstufe, lösten Unruhe und unterschiedliche Auffassungen im Schulbetrieb aus. Im Verlaufe des Schuljahres kündigten drei Lehrpersonen einen Stellenwechsel an, eine Lehrperson trat aus dem Schuldienst aus, kehrt jedoch wieder an die Oberstufe zurück, eine Lehrperson trat vorzeitig in den Ruhestand, in einem Fall ist der befristete Vertrag ausgelaufen, eine Lehrperson hat ihr tiefes Teilzeitpensum nicht mehr verlängert und mit einer Lehrperson wurde das Arbeitsverhältnis aufgelöst.

Dass diese Ausgangslage eine Verunsicherung bei den Eltern der Schüler auslöste und für Unruhe sorgte ist verständlich und nachvollziehbar, betont der Rheinecker Stadtrat in einer Mitteilung. Über den Ausgang der zwei von Eltern beim Bildungsdepartement eingereichten Beschwerden werde man nach Vorliegen der Entscheide berichten.

Die Schulführung obliegt zwar gemäss Gemeindeordnung explizit der Schulkommission. Der Stadtrat hat jedoch, soweit es sich im Rahmen einer Einheitsgemeinde gebietet, an der Schulorganisation mitzuwirken. Stadtrat und Schulkommission haben sich deshalb gemeinsam mit der unerwünschten Entwicklung an der Oberstufe auseinandergesetzt. Eine vertiefte Analyse, unter Beizug von spezialisierten Fachkräften zeigte, dass die Wurzeln für die Unruhe an der Oberstufe und den personellen Wechseln zum Teil auch weiter in die Vergangenheit hineinreichen. Die Gründe für die derzeitigen Defizite einfach bei einzelnen Personen zu suchen, würde zu kurz greifen.

Die von den Eltern gestellte Forderung nach einem geordneten und qualitativ zeitgemässen Schulbetrieb ist berechtigt. Eine hohe Unterrichtsqualität gehört zum Kerninteresse der Schulkommission und des Stadtrates. Zentral für die Zukunft ist die Erarbeitung eines auf unsere kleine Oberstufe ausgerichtetes Schulmodell, die Aktualisierung des Qualitätskonzeptes sowie eine klarere Regelung der Zuständigkeiten.

Auch im neuen Schuljahr verfügen alle Lehrpersonen über die notwendigen fachlichen Qualifikationen, um auf der Oberstufe unterrichten zu dürfen. Die noch vakante Stelle konnte mit einer Oberstufenlehrperson vorübergehend besetzt werden, welche bereits an der Schule unterrichtete. Die Stelle ist ausgeschrieben und soll im Verlaufe des ersten Semesters unbefristet mit einer versierten Lehrperson besetzt werden. Stadtrat und Schulkommission sind überzeugt, mit den neuen und bewährten Lehrkräften sowie geklärten Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen einen guten, zeitgemässen Schulbetrieb sicherzustellen.

pd

Rheintaler Bote vom Mittwoch, 11. September 2019, Seite 3 (7 Views)

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