E-Paper - 17. Juli 2019
Rheintaler Bote
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Laptops, die hier niemand mehr will, können woanders noch einige Jahre benutzt werden. Die UNO erklärte den Zugang zum Internet zu einem Menschenrecht. Nicht in allen Ländern ist es ganz so einfach, Zugang zum World Wide Web zu erhalten. Denn neben Strom und einem Signal braucht es vor allem eines: Hardware. Hier kommt das weltweite gemeinnützige Hilfsprojekt «Labdoo» ins Spiel. Das Projekt ermöglicht, dass Kinder, Jugendliche, Waisen und Flüchtlinge im In- und Ausland einen Zugang zu Laptops haben. Auf der ganzen Welt sammelt die ehrenamtliche Organisation ungebrauchte elektronische Geräte, um Kindern einen Zugang zu Information und damit auch zur Bildung zu ermöglichen. Seit kurzem setzt sich auch die Widnauer Firma B+S Invest AG für dieses Ziel ein.

Ein zweites Leben für Computer

«Uns geht es in der Schweiz sehr gut», sagt Fabio Schlatter, Geschäftsführer der B+S Invest AG und ergänzt: «Wenn jeder etwas zurückgibt, geht es allen auf der Welt besser.» Vor einigen Monaten ist er im Internet auf das Projekt von «Labdoo» gestossen und will sich nun aktiv daran beteiligen. «Notebooks werden in der Schweiz in der Regel bereits nach wenigen Jahren ersetzt. Die Geräte sind technisch jedoch noch einwandfrei und erfüllen die Anforderungen für Schul- und Lernzwecke problemlos», erzählt Schlatter. Aus diesem Grund bietet er im Unternehmen eine Sammelstelle für ausrangierte Laptops an. Firmen oder auch Privatpersonen, die ihren alten Laptop nicht mehr gebrauchen, können diesen beim Bauunternehmen B+S Invest AG abgeben. Dort werden alle vertraulichen Daten gelöscht. Später werden dann von dem Hilfsprojekt «Labdoo» kindergerechte Lernprogramme auf die Geräte gespielt, bevor sie von sogenannten Transport- Flugpaten an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Flugpaten bedeutet, dass jemand, der sowieso in dieses Land reist, die Laptops mitnimmt, womit zusätzliche Kosten und CO2-Emissionen vermieden werden. «Labdoo» hat inzwischen über 12 000 Laptops gesammelt und an über 1400 Schulen in 130 Ländern übergeben. Vorwiegend werden die Laptops momentan in afrikanische Länder geliefert. «Es ist schön zu sehen, wenn man eine gute Tat mit etwas vollbringen kann, dass man normalerweise wegwirft», sagt Schlatter.

Die einzige Sammelstelle in der Ostschweiz

In Widnau wurden bis jetzt rund 20 Laptops gesammelt. «Jeder einzelne zählt, um Kindern in Drittweltländern eine bessere Zukunft zu ermöglichen», so Schlatter. Bis jetzt sind sie die einzige Sammelstelle in der Ostschweiz. Mit ihrem Mitwirken möchte Schlatter aber auch andere motivieren, sich am Projekt zu beteiligen.

Rheintaler Bote vom Mittwoch, 17. Juli 2019, Seite 3 (18 Views)

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