E-Paper - 10. Juli 2019
Rheintaler Bote
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«Ich suche die Nähe zu den Leuten»

Von Marino Walser

Felix Bischofberger (CVP) kandidiert ebenfalls für das Amt des Gemeindepräsidenten in Thal. Der in Altenrhein tätige Postbote und Kantonsrat sagt, dass er ein grosses Rüstzeug an politischer Erfahrung mitbringt. Nach fünf Amtsdauern des jetzigen Gemeindepräsident tue der Bevölkerung ein Wechsel gut.

Herr Bischofberger, was hat Sie dazu gebracht, für das Amt des Gemeindepräsident in Thal zu kandidieren?

Felix Bischofberger: Für mich ist das Gemeindepräsidium schon seit sechs Jahren ein Thema. Mit meinem politischen Rucksack kam der Wunsch, einen beruflichen Wechsel zu tätigen. Da Robert Raths in Rorschach gewählt wurde, kam für mich die Chance, für das Amt des Gemeindepräsidenten zu kandidieren. Der Grundtenor ist: 'Wenn nicht jetzt, wann dann?'. Es kamen oft Leute zu mir und fragten, ob ich kandidieren würde, wenn Robert Raths in Rorschach gewählt wird. Es wäre eine Farce, würde ich jetzt nicht kandidieren.

Gleichzeitig kandidieren Sie für den Nationalrat. Sie werben für sich, volksnah und engagiert zu sein. Die Doppelbelastung Gemeindepräsidium Thal und Nationalrat CVP würde die Nähe zur Bevölkerung vermissen lassen, oder?

Es würde sicherlich eine zusätzliche Belastung sein. Ich jedoch werde auf dem Listenplatz sechs, sieben oder acht stehen. Damit sind die Chancen, in den Nationalrat gewählt zu werden, nicht ganz so gut, als wenn ich auf Listenplatz eins oder zwei stände. Dass das Doppelamt aber durchaus funktionieren würde, zeigen viele Politiker. So beispielsweise Thomas Müller in Rorschach. Aber klar, ich wäre für die Bevölkerung weniger sichtbar. Die Nähe zu den Leuten ist mir jedoch enorm wichtig. Diese bringt auch das ehrlichste Feedback mit sich. Darum ist mir das Amt des Gemeindepräsidenten in Thal auch enorm wichtig.

Die CVP Thal hat ein Zweierticket vorgeschlagen. Was unterscheidet Sie von Werner Reifler?

Ich suche die Nähe zu den Leuten. Ich pflege einen pragmatischen Umgang und suche nahe Wege zu allem, was ansteht. Ich lass die Bevölkerung teilhaben und führe diese auf eine bürgerliche und nahe Art und Weise. Das Zweierticket bringt einen gesunden Konkurrenzkampf mit sich. Und das ist gut so.

Wenn Sie die Entwicklung von Thal in den letzten Jahren anschauen. Was würden Sie hervorheben?

In der Gemeinde hat man es hinbekommen, eine gute Mischung zwischen Wohnen, Arbeit und Erholung zu gewährleisten. Diese muss man wahren. Auch die Entwicklung der Industrie kam nach der FFA-Geschichte erfreulich gut voran. Der Industriestandort und auch der Naherholungsbereich sowie die sanfte Entwicklung des Wohnraums ist gut vorangegangen. Aber auch die wirtschaftliche Lage in Thal hat sich erfreulich entwickelt. Der finanzielle Teil einer Gemeinde ist jedoch immer ein Balanceakt.

Rheintaler Bote vom Mittwoch, 10. Juli 2019, Seite 20 (15 Views)

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