E-Paper - 12. Juni 2019
Rheintaler Bote
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was ich noch zu sagen hätte

Ein Zeichen setzen

Fast 30 Jahre ist es her, da gingen eine halbe Million Frauen in der Schweiz auf die Strasse und forderten am ersten Frauenstreik grundsätzliche Gleichberechtigung. Am kommenden Freitag findet nun der zweite Frauenstreik statt. Erneut soll damit ein Zeichen für die Gleichberechtigung gesetzt werden.

Über den bevorstehenden Frauenstreik wird ausführlich diskutiert. Sind die einen begeistert und freuen sich auf die Teilnahme, rümpfen andere die Nase oder sehen den Sinn eines Streiks ganz im Allgemeinen nicht. Fest steht jedoch, dass der zähe Kampf für die Rechte der Frauen in der Schweiz eine lange Geschichte hat. Und es herrscht auch heute noch mehr als genug Handlungsbedarf. Warum also nicht gemeinsam ein wenig «Lärm» machen, seine Meinung öffentlich kundtun und auf die noch immer vorhandenen Missstände aufmerksam machen? Damit wird schliesslich niemandem geschadet. Und in diesem Zusammenhang sei mit aller Deutlichkeit betont, dass es beim Streik einzig um die Verbesserung der Frauenrechte geht. Denn leider empfinden viele Männer diesen als Demonstration gegen ihr Geschlecht. Doch Feminismus ist (jedenfalls für mich) mit Humanismus gleichzusetzen. Niemand sollte aufgrund seines Geschlechts und genauso wenig aufgrund seiner sexuellen Orientierung oder Herkunft Nachteile erfahren müssen oder diskriminiert werden.

Doch ob Sie nun zu den begeisterten Frauen gehören, die am 14. Juni mitmachen, sich aus der Ferne über das Engagement freuen oder dem Streik gar nichts abgewinnen können: Durch den Anlass sind bereits im Vorfeld die Frauenrechtsthemen in den Fokus gerückt. Damit wurde bereits ein wichtiger Schritt getan.

Martina Macias

Rheintaler Bote vom Mittwoch, 12. Juni 2019, Seite 22 (16 Views)

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