E-Paper - 17. Juli 2013
Rheintaler Bote
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Erste Etappe abgeschlossen

ALTSTÄTTEN Petition «Lärm am Stoss» den Behörden übergeben

Am vergangenen Donnerstag wurde die Petition «Lärm am Stoss» mit insgesamt 1035 Unterschriften den zuständigen Behörden übergeben. Mitglieder des Vereins «AnStoss» überreichten sie der Regierungsräte der Kantone St. Gallen und Appenzell, des Stadtrats von Altstätten und des Gemeinderats von Gais.

Die Originale der Petition erhielt der Regierungsrat des Kantons St. Gallen, weil die Stossstrasse eine Staatsstrasse ist und vorwiegend auf St. Galler Gebiet liegt. Die anderen drei Adressaten empfingen Kopien der Petition.

Damit ist eine erste Etappe der Aktion gegen den Lärm am Stoss abgeschlossen. Die Petition richtet sich gegen Motorrad- und Autofahrer, welche auf der Stossstrasse die Verkehrsregeln nicht einhalten, mit massiv übersetzter Geschwindigkeit fahren, riskant überholen und massiven Lärm verursachen. Motorradfahrer, die auf dem Stossplatz ihre Maschinen warmlaufen lassen, mit aufgestellten Motorrädern auf dem Hinterrad überholen und sich auf schönen Plätzen niederlassen, um ihre auf und ab rasenden Kollegen zu fotografieren, gehören zu den gewohnten Bildern an schönen Abenden oder Wochenenden. Leidtragende sind Hunderte von Anwohnerinnen und Anwohnern. Sie erhoffen sich von der Petition eine Normalisierung der Lebensqualität und wollen nicht länger hinnehmen, dass eine öffentliche Strasse Tummelplatz für Austobungsbedürftige sein darf.

Ziel mehr als übertroffen

Von Anfang an lag das Schwergewicht der Unterschriftensammlung in den direkt betroffenen Gemeindegebieten von Altstätten und Gais. Die Unterschriften aus diesen beiden Gemeinden machen dann auch 59 Prozent der Unterschriften aus; zusammen mit der Region Rheintal und der Gemeinde Appenzell sind es 78 Prozent. Die restlichen 22 Prozent stammen überwiegend von auswärtigen Benützern der Stossstrasse, welche diese ohne hohe Unfallgefahr befahren möchten. 500 Unterschriften waren das ursprüngliche Ziel. Dieses Ziel wurde um mehr als 100 Prozent übertroffen. Dies zeigt deutlich, dass die Raserei nicht nur das Problem von einigen Überempfindlichen ist, sondern eine ernst zu nehmende Plage für einen beachtlichen Bevölkerungsteil der Gemeinden Altstätten und Gais. Die Sammlerinnen und Sammler wurden denn auch grösstenteils dankbar empfangen im Sinne von: «Endlich macht mal jemand etwas.»

Runder Tisch

Die Petitionäre schlagen den Empfängern nun in einem Beiblatt zur Petition einen «Runden Tisch» mit allen möglichen Beteiligten vor, was am Albis zu einigen Erfolgen führte. Der Verein Anstoss wird sich auf jeden Fall hartnäckig und ausdauernd dafür einsetzen, dass das Leben, Wohnen und Arbeiten am Stoss wieder ohne Angst vor schönem Wetter möglich wird. pd

Rheintaler Bote vom Mittwoch, 17. Juli 2013, Seite 4 (441 Views)

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