E-Paper - 07. November 2012
Rheintaler Bote
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Der Sieger steht fest

JUGENDTREFF-CHECK Rheintaler-Bote verkündet nun das Ranking

Sieben Wochen lang testete der Rheintaler-Bote die Jugendtreffs der Region. Verschiedene Gemeinden respektive deren Jugendtreffs wurden in dieser Zeit unter die Lupe genommen. Nun stehen die Sieger und Verlierer des Jugendreff-Checks fest.

Der Rheintaler-Bote fragte sich, was denn die Rheintaler Jugendtreffs wirklich taugen und ob sie unserer jüngeren Generation auch wirklich entsprechen.

Nun die Auflösung

St. Margrethen, Eichenwies, Altstätten, Widnau, Rheineck und Diepoldsau.

Sie alle haben eines gemeinsam: In den vergangenen Wochen wurden diese Ortschaften beim Jugendtreff-Check unter die Lupe genommen.

Nach Kriterien geprüft

Die verschiedenen Jugendtreffs wurden nach von der Redaktion gestellten Kriterien geprüft. Es mussten nicht nur die Räumlichkeiten des jeweiligen Jugendtreffs stimmen, sondern auch Punkte wie das Ambiente, Hygiene, Verpflegung und Spielangebot spielten eine wichtige Rolle. So richteten sich die Noten von 2.5 bis 6.

Der Verlierer zuerst

Der Jugendtreff «Stoffel» der Gemeinde Widnau platzierte sich auf dem letzten Platz unseres Jugendtreffchecks. «Gebt dem Stoffel Geld», war das Fazit dieses Jugendtreff-Checks. Die Hygiene war im Jugendreff in Widnau zwar kein Thema, jedoch schien das Ambiente nur noch in einem Luftschutzkeller schlechter zu sein. Unser Fazit vom Check am 10. Oktober war vernichtend: «Ein Jugendtreff nützt nichts, wenn er nichts taugt. Es reicht nicht, einen Raum mit ein paar alten Sofas und wenigen Spielmöglichkeiten anzubieten und dabei zu hoffen, die Jugendlichen würden zufriedengestellt». Eine halbe Note besser platzierte sich der Jugendtreff in Eichenwies. Mit einem knappen OK erhielt dieser den zweitletzten Rang. Beim Jugendreff in Eichenwies musste das Redaktionsteam feststellen, dass der Treff nicht das Gelbe vom Ei ist, der Jugendtreff aber trotzdem seine einzelnen Vorzüge hat und vor allem stellte sich heraus, dass die Jugendlichen hinter ihm stehen. Das Angebot an Spielgeräten erschien wie ein «Zückerli», hingegen zeugten der Ort, das Angebot an Verpflegung und die Platzverhältnisse von wenig Liebe.

Vorbildlich hat aber seinen Preis

Hier kann man richtig Geld verbrennen so lautete das Fazit des Jugendtreff-Checks in Rheineck. Dies war einer der Treffs, der es der Redaktion vom Rheintaler-Bote nicht einfach machte, denn eigentlich würde der Treff alles Wichtige, was Jugendliche für einen vergnüglichen Abend brauchen, beinhalten. Doch waren die Preise an der Bar und für die Spielgeräte einfach viel zu hoch. Laut Leiter Werner Huber stellt die Gemeinde Rheineck lediglich die Liegenschaft für den Treff zur Verfügung und zahlt die Strom- und Wasserrechnungen. Für die Spielgeräte und für die Bar muss Huber daher selbst aufkommen und amortisiert die Ausgaben durch die Einnahmen für den Gebrauch. Somit bekam der Jugendtreff Rheineck eine gute 4.5, für einen Ort, an dem die Jugendlichen herzlich willkommen sind.

Podestplätze des Jugendtreff-Checks Rheintal

Die drei besten Jugendtreffs erreichten alle eine Note von 5 und mehr, diese Leistung darf gezeigt werden. Gleich zwei von sechs Treffs erreichten die Note 5 und damit Silber. Die beiden Treffs besitzen viele Stärken, aber auch kleine Schwächen. Mit dem Jugendtreff in St. Margrethen begann das Projekt des Jugendtreff-Checks vom Rheintaler-Boten. Der Treff in St. Margrethen  bot in allen Kriterien eine angesehene Leistung. Einzige Abzüge waren etwa die mageren Spielmöglichkeiten. Für die Jugendlichen schien der Treff aber eine echte Alternative. Im Jugendtreff in St. Margrethen gibt es wenig Regeln, gute Öffnungszeiten und  die Erreichbarkeit ist akzeptabel. Auf gleicher Augenhöhe platzierte sich der kleine, dennoch feine Jugendtreff in Diepoldsau. Dieser Jugendtreff wurde von der Redaktion als letzter in Reihe geprüft, er ist nicht perfekt, bietet aber einiges was die Jugendlichen anspricht. Der Treff bekam etwas Abzug, da die zwei Räume bei stürmischem oder sehr kaltem Wetter doch ein wenig zu klein sind. Die Preise und das Angebot der Verpflegung sind ganz in Ordnung, ansonsten macht der Jugendtreff einen freundlichen Eindruck und die Terrasse ist durchaus eine tolle Sache. Somit hat der Treff alles, was es braucht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und das ist schliesslich alles, was zählt.

Gold für den verdienten Sieger

Nicht nur die Räumlichkeiten und das Spielangebot, sondern auch das Ambiente und die Verpflegung haben im Jugendegg in Altstätten brilliert. Der Jugendtreff in Altstätten ist ohne Zweifel ein ernsthaftes Projekt, das gut durchdacht ist und Jugendlichen in optimalen Rahmen eine Möglichkeit gibt, sich in der Freizeit aufzuhalten. Auf die Wünsche der Jugendlichen wird im Jugendegg deutlich besser als in anderen Jugendtreffs eingegangen. Der Jugendtreff in Altstätten hatte im Check nur gute Noten. So bietet dieser grosszügige Räume, die genügend Platz für Spiele, Disco und Barbetrieb bieten. Im Jugendegg zieren viele Fotos von Jugendevents die Wände, was zeigt, dass die Jugendarbeit in Altstätten offensichtlich viele Anlässe für die Jugendlichen organisiert. Weiter geht es mit der Bestnote 6 in Verpflegung. Ja, auch im Jugendcheck wurde die Note 6 verteilt, aber nur dann, wenn es wirklich nichts zu beanstanden gab. Mit verschiedenen Snacks zu günstigen Preisen, werden die Jugendlichen verwöhnt. An den Tagen, wo die Jugendlichen sogar selbst kochen dürfen, kostet das Essen für Helferinnen und Helfer nichts. Somit darf sich das Jugendegg in Altstätten zeigen lassen. Wir gratulieren!

Lorena Baumgarter

Rheintaler Bote vom Mittwoch, 7. November 2012, Seite 1 (121 Views)

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